5 Dinge die du unbedingt bei der Anzucht von Flaschenkürbissen beachten solltest.

Aktualisiert: 26. Apr.

1) Auswahl der Sorte


Es gibt viele verschiedene Sorten von Kalebassen und jede Sorte hat ihre eigenen Bedürfnisse. Also, bevor die Samen in die Erde kommen, ist es wichtig zu entscheiden, welche Sorte es denn werden soll. Wichtige Kriterien für die Auswahl der Sorte sind ihre Größe, Form und Reifezeit sowie ihr Rankverhalten.


Ich habe ein paar Lieblingssorten, aber nicht alle sind für die Fertigung der Kürbislampen geeignet. Weil ich in die Formenvielfalt verliebt bin, baue ich jedes Jahr zwischen 40 bis 60 Sorten an.

Dabei züchte und selektiere ich auch gezielt Sorten, was zu wunderschönen Formen der Kalebassen geführt hat.

Auch passen sich die Pflanzen besser an unsere Bedingungen im Garten an.



2) Saatgut und Überprüfung der Keimfähigkeit


Ich empfehle dir, qualitativ gute Samen zu besorgen. Sie sollten sortenrein sein und eine gute Keimfähigkeit haben. Das zeitige Frühjahr ist die beste Zeit, um zu überprüfen, ob Saatgut noch keimfähig ist. Lege dazu ein paar der Saatkörner in einer Schale auf ein nasses Tuch oder auf zwei Lagen nasses Küchenpapier.


Decke alles mit transparenter Folie zu und halte es über mehrere Tage durch tägliches Besprühen feucht. Dann beobachte, wie viele der Samen unter diesen Bedingungen keimen. Mithilfe dieser Methode kannst du die Keimrate ermitteln.

Es gibt verschiedene Online-Händler, die eine schöne Auswahl an Sorten von guter Qualität haben.


Es lohnt sich, hierzu zu recherchieren und auch die Bewertungen zu den einzelnen Produkten zu lesen. Gut verständliche Erläuterungen zu einer Sorte helfen sehr bei der Auswahl. Von gewissen Angeboten kann ich wiederum nur abraten.


Mir wurde einmal Saatgut verkauft, das eine ganz tolle Form haben sollte, und ich habe davon recht viele vorgezogen. Leider stellte sich später heraus, dass es sich um eine Kalebasse in Keulenform handelte. Mit dieser Form konnte ich gar nichts anfangen. Ein Großteil meiner Ernte bestand dann leider aus riesigen „Keulen“.

3) Aussaat der Kalebassen


Kalebassen muss man unbedingt im warmen Gewächshaus oder auf der warmen Fensterbank vorziehen, die Keimung erfolgt erst bei einer Temperatur von 22 bis 28 Grad. Es kann schon mal 14 Tage dauern, bis der Keimling sich durch die Erde bohrt. Hier ist Geduld gefragt.


Mit diesen Tricks keimen meine Kalebassen innerhalb von 3 bis 5 Tagen: Die Samen eine Nacht lang in warmem Kamillentee einweichen (auf gute Beschriftung achten). Dadurch wird die harte Schale des Samens weicher und die Keimung erfolgt schneller.


Danach lege ich die Samen in torffreie Anzuchterde und achte darauf, dass die Erde schön warm ist. Ich stelle die Stiege dafür auf die Warmwasserleitung im Hauswirtschaftsraum und decke das Ganze mit einer Decke ab.


Ein- bis zweimal am Tag kontrolliere ich die Töpfe. Sobald ein Keimling mit seinem Köpfchen aus der Erde schaut, bekommt er einen warmen und hellen Platz im Gewächshaus. Alternativ kann auch eine Wärmflasche genutzt werden oder eine spezielle Anzuchtplatte für Gewächshäuser.

4) Keimung der Sämlinge


Wenn die Sonne scheint, stelle ich die Stiegen mit den noch nicht gekeimten Samen auch gern ins Gewächshaus, hier liegen die Temperaturen bei ca. 28 bis 30 Grad. Perfekte Bedingungen für eine zügige Keimung.


Nach der Keimung benötigen die Pflänzchen viel Licht, da sie sonst dem Licht nachwachsen und langstielig würden.

Dadurch würden sie instabiler und häufig umknicken. Daher kontrolliere ich die Töpfe ein- bis zweimal am Tag. Sobald sich das erste echte Blattpaar entwickelt hat, ist es Zeit, das Pflänzchen in gute nahrhafte torffreie Blumenerde umzutopfen.


Den Topf lieber eine Nummer größer wählen, da Kalebassen schnell wachsen und nicht so gern umgetopft werden. Ich topfe in der Regel zwei- bis dreimal um und habe dafür verschiedene Topfgrößen.



5) Pflege der Pflänzchen


Unbedingt mit warmem Regenwasser gießen und darauf achten, die Pflanzen leicht feucht zu halten! Staunässe mögen Kalebassen gar nicht, denn sie fördert Pilz- und Schimmelerkrankungen.


Bei der Voranzucht in Gewächshäusern ist auf regelmäßiges Lüften zu achten. Denn andernfalls kann es unter den Idealbedingungen eines Gewächshauses sehr schnell zu Schädlingsbefall kommen.


Beachtest du diese Hinweise, hast du gesunde starke Jungpflanzen, die nach den Eisheiligen bei guten Witterungsbedingungen nach draußen gepflanzt werden können.




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